Wenn, wie nach dem Gesetztesentwurf von Ministerin Barley vorgeschlagen, die Maklerprovision ausschließlich vom Verkäufer zu tragen ist, bestehen meherer Gefahren. Zum einen könnte die Maklerprovision dann auf den Kaufpreis aufgeschlagen werden und es enstünde keine Entlasstung für den Käufer.

Dieser müsste neben dem höheren Kaufpreis nun auch noch erhöte Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notarkosten sowie Kaufnebenkosten des Grundbucheintrags bezahlen. Diese berechnen sich nämlich nach dem Kaufpreis. Zudem wäre der Makler dann nicht mehr für die Käuferseite tätig, sondern für den Auftraggeber, dem Verkäufer. Welches Lager wird der Makler dann wohl vertreten? Aus der Erfahrung weiß ich, dass ein wesentlich höherer Aufklärungsbedarf und eine kompetente Beratungsleistung beim Käufer notwendig ist. Für die vermutlich wichtigste Investition seines Lebens fehlt dann ein wichtiger Baustein in der Kaufvorbereitung und der Beratung. Das ist nicht Sachgerecht und kann nicht das Ziel sein. So sieht es auch die CDU/CSU. Wünschenswert wäre es wenn Seitens der Regierung ein echter Vorstoß zur Entlasstung der Käuferkunden eingeführt werden würde. Zum Beispiel könnte man an der Stellschraube Grunderwerbsteuer oder Zuschüsse für Erstkäufer drehen. Dieser Gesetzentwurf hilft weder dem Käufer noch dazu schwarze Schaafe vom Markt zu verdonnern. Und Maklerunternehmen mit einer hervorragenden Dienstleistung wie Eberl Immobilien wäre ebenso gezwungen sich einer neuen Marktstrategie zu bedienen. (April 2019)