Der konjunkturelle Aufschwung beflügelt die deutschen  Büromieten. Als Spitzenreiter zählen lt. IVD Gewerbepreisspiegel München und Frankfurt am Main.

 

Nicht alle profitieren von diesem Trend. Hier gehen die Großstädte als Sieger der steigenden Nachfrage In den 14 größten deutschen Städten – mit jeweils mehr als 500.000 Einwohnern – stiegen 2018 die Büromieten mit mittlerem Nutzungswert um 7,4 Prozent an. Damit hat sich die Preisdynamik in den Metropolen und Großstädten deutlich beschleunigt (Vorjahr: 4,6 Prozent). Es ist zu beobachten dass die Preise in kleinstädten sinken und die Büromieten teilweise sogar nach unten korrigiert werden.
Laut IVD-Marktrecherche belegen Frankfurt/Main und München mit 38,50 Euro/Quadratmeter bei den Bürospitzenmieten gemeinsam den 1. Platz im Ranking (2017: Frankfurt/Main 38,50 Euro/Quadratmeter; München: 35,50 Euro/Quadratmeter). Berlin liegt auf Platz 2 mit 32,50 Euro/Quadratmeter (2017: 27,50 Euro/Quadratmeter), gefolgt von Düsseldorf (27,50 Euro/Quadratmeter; 2017: 26,50 Euro/Quadratmeter) und Hamburg (26,00 Euro/Quadratmeter; 2017: 25,00 Euro/Quadratmeter).
Die Ursache des starken Mietpreiswachstums in den Großstädten wie München liegt an der hohen Nachfrage des prosverierenden Standorts sowie demgegenüber einem zu geringen Angebot. Weil in München das Angebot knapper ist als anderswo herscht hier teilweise eine Vollvermietung. Den Immobilieninvestor bzw. Gewerbevermieter freuts.

In Berlin und München beträgt die Leerstandsquote laut IVD-Marktrecherche im dritten Quartal 2018 nur noch 1,6 Prozent respektive 2,2 Prozent (Q4/2017: 2,0 Prozent und 2,4 Prozent). Der Markt in diesen Städten ist nahezu leergefegt. Ebenso sieht es, trotz leichter Erholung, mit 2,5 Prozent in Stuttgart aus (Q4/2017: 2,1 Prozent). Die Leerstandsquote in Frankfurt/Main beträgt dagegen noch 7,3 Prozent (Q4/2017: 9,6 Prozent). „Auch in Frankfurt am Main reduzieren sich mittlerweile die Leerstandsquoten deutlich.
Es bleibt zu beobachten welche Auswirkungen der Brexit auf die Entwicklung der Gewerbemieten in den Top Standorten Deutschlands haben wird. (Dezember 2018)