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Immobilienpreise – Entwicklung auf Grund der CoronaPandemie

Leere Straßen, triste Biergartenatmosphäre, geschlossene Läden und ein Großteil der Münchner Bevölkerung im Homeoffice. So ist die Lage aktuell.
Gerade habe ich mich via Zoom mit einigen Experten aus der Immobilienbranche über die aktuelle Lage am Immobilienmarkt ausgetauscht. Dabei haben wir die aktuelle Entwicklung auf dem Wohnimmobilienmarkt beleuchtet. Hier herrscht die allgegenwärtige Meinung, dass sich die Preise am Immobilienmarkt derzeit nicht radikal verändern werden. Die Gründe dafür liegen nahe.

Investitionen in Sachwerte wie Wohnimmobilien, sind gerade in Krisenzeiten ein recht sicherer Hafen. Befeuert von der Zinspolitik, werden die Märkte weiter gestützt und beflügelt. Gerade in ohnehin angespannten Metropolen wie München, wird sich am Wohnen und an der Nachfrage nach Immobilien nichts ändern. Die Menschen müssen trotz Konjunkturschwäche weiter wohnen, arbeiten und einkaufen. So werden wir bei Kaufpreisen für Wohnimmobilien derzeit weiter auf dem Preisniveau des letzten Jahres bleiben.

Sicherlich ist der Immobilienmarkt derzeit etwas verhalten. Dies ist den Ausgangssperren sowie den Veränderungen auf Grund Covid19 geschuldet. Daher werden wir bei den Transaktionen für 2020 eine Seitwärtsbewegung oder sogar einen Rückgang von beurkundeten Wohnungen erleben.

Bei Kapitalanlageimmobilien wird der Rückgang an Transaktionen sogar noch deutlicher Sichtbar werden. Gerade in München sind die Renditen nicht sonderlich attraktiv und Investoren suchen alternative Möglichkeiten um Ihr Kapital anzulegen. Hier setzt man auf gefallene Märkte und beobachtet besonders die Entwicklungen am Aktienmarkt.

André Adami, Marktanalyst bei der Berliner Immobilienforschungsgesellschaft Bulwiengesa. ist bezüglich der Entwicklungen am Immobilienmarkt für Kapitalanleger folgender Ansicht: „Es ist nicht ersichtlich, weshalb Mietwohnungen wegen des Virus für Investoren an Attraktivität verlieren sollten“. Schließlich würden Mietwohnungen gerade in Großstädten weiterhin estrem starkt gesucht werden. „Bei Covid-19 handelt es sich um eine infektiöse Grippe, nicht um die Pest im Mittelalter“, sagt Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Kapitalanlagegesellschaft Solvecon Invest.

Der Preisdatenspezialist Sprengnetter gab am Dienstag Entwarnung: „In Bezug auf Angebotsanzahl und Quadratmeterpreise gibt es 2020 keine Auffälligkeiten“, teilte der Dienstleister mit. „Die Immobilienpreise in den größten deutschen Städten bleiben stabil“, jedenfalls bis zum Stichtag 9. März.

Schwieriger wird die Entwicklung wohl für den Gewerbeimmobilienmarkt und börsennotierte Immobilienunternehmen in 2020 werden.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie gut durch diese Krise kommen und vor allem gesund bleiben.

(Anneliese Eberl März 2020)