+49-151-21236552 / +49 (89) 379 408 99 info@eberl-immobilien.de
Seite wählen

Branchentreff der Immobilienwirtschaft

Annliese Eberl mit Christian Lindner FDP

Zum Branchentreff lud die LBS sowie der IVD am 21.11 in München. Bei diesem Treffen konnte sich Anneliese Eberl von Eberl Immobilien mit Vertretern der Immobilienwirtschaft und Politik über aktuelle und akute Themen der Branche austauschen, sowie über die Perspektiven des Immobilienmarktes für die nächsten Jahre sprechen.

Setzt sich der Boom der vergangenen Jahre fort oder sind erste Bremsspuren zu erwarten? Wird Wohneigentum für breite Bevölkerungsschichten unbezahlbar oder nutzen die ultraniedrigen Zinsen auch Haushalten mit durchschnittlichen Einkommen?

 

Diese Themen wurden von den Experten der LBS und Vertretern der Immobilienwirtschaft und Politik beleuchtet. Peter Zeiler, LBS-Gebietsdirektor München, referierte über die Finanzierungsmöglichkeiten für private Immobilienerwerber und findet eine Investition in Immobilien immer noch eines der besten Anlageformen auch hinsichtlich der Altersvorsorge. Staatliche Förderungen setzten die richtigen Akzente und wirken spezielle für Familien. Prof. Kippes vom IVD stellte die neuesten Zahlen aus dem Immobilienmarkt vor.

Die Immobilienumsätze auf dem Deutschen Immobilienmarkt stiegen seit 2009 von 135,1 Mrd. auf 293,5 Mrd. an. In einem Chart stellte Prof. Kippes die prozentuale Veränderung der Kaufpreise im Vergleichszeitraum Frühjahr 2019 zu Herbst 2019, in Bayern dar. Wen wundert es, dass die Preis Bayernweit gestiegen sind. Allerdings gibt es eine Stadt mit Negativzahlen zu vermelden und das ist Ingolstadt. In den Metropolen explodieren die Baugrundpreise, folglich die Kaufpreise und ebenso die Mieten.Anneliese Eberl mit Prof. Kippes IVDIm Moment gibt es keine signifikant schwächere Dynamik am Münchner Wohnimmobilienmarkt. Bei dem Thema Immobilienblase, speziell in München, bleiben die Akteure der Immobilienwirtschaft im Moment noch völlig entspannt. Bei einem weiter extrem prosperierenden Markt und steigenden Zuwanderungszahlen in München gibt es wenig Gefahr, dass die Preise kollabieren, so Prof. Kippes.

Sieht man sich die demographische Entwicklung für München an so wächst die Bevölkerung jedes Jahr um 0,75%. Bis 2040 solle es 18,2% mehr Menschen in München geben. Leider baut auch München für das nächste Jahrzehnt zu wenig. Die Problematik des Deutschen Immobilienmarktes sieht auch Christian Lindner, deutscher Politiker und Bundesvorsitzender der FDP. Deutlich machte er, dass die Baukosten im letzten Jahr um 8% gestiegen sind. Unter anderem auch durch Verordnungen und Vorschriften wie beispielsweise der EnEV (Energieeinsparverordnung). Die Einsparungen an Energie sind aber lediglich um 0,8% gesunken. Es ist also kein Verhältnis zum gewonnenen Nutzen. Baugenehmigungsverfahren dauern in Deutschland derzeit länger als der Bau eines Gebäudes selbst.

Der ländliche Raum wird vernachlässigt wodurch ein strukturelles Problem entsteht und die Metropolen weiter anspannt. Ebenso schafft die derzeitige Politik nicht mehr Möglichkeiten hinsichtlich Verdichtung und Ausbau. Interessant scheint auch dass die Eigentümerquote in Deutschland mit 29% im Vergleich zu den Osteuropäischen Nachbarn mit bis zu 87% viel zu gering ist. Auch hier müsste man Eigentümer in Deutschland wesentlich mehr bestärken. Es gibt in der Immobilienwirtschaft viel Nachholbedarf und mit Regulierungen wie Sie derzeit von der Politik gefordert und umgesetzt werden wird der Immobilienmarkt weder entspannt noch der Bedarf gedeckt werden. (11/2019)