Auf dem von der W&R Immocom organisierten ersten Münchner Immobilienkongress am 5. Juni 2018 habe ich mich für Sie umgehört. Im „MuenchenHoch5“ einer Location am ehemaligen Pfanni-Glände, über den Dächer von München, sprachen hochkarätige Teilnehmer und wichtige Marktentscheider über Trends und aktuelle Themen des Münchner Immobilienmarktes.
Zum Auftakt

 Zum Auftakt lies sich Frau Elisabeth Merk (Stadtbaurätin der Landeshauptstadt München und Leiterin des Referates für Stadtplanung und Bauordnung) von Herrn Cornelius Marger (Leiter der Lokalbaukommission) vertreten. Dieser Eröffnete die Veranstaltung unter anderem mit dem Apell für nachhaltiges Bauen und auf den Schutz für die Natur, Boden und Landschaft zu achten und dass wertvoller Baumbestand laut Bebauungsplänen auch erhalten werden soll. Eine Stadtgestaltung die langfristig und auf die Zukunft ausgerichtet sein soll und auch für unsere Nachfahren noch Wohnenswert bleiben muss.
In verschiedenen Panels stellten sich die Akteure der Münchner Immobilienwirtschaft den Fragen der Moderatoren.
Zum Beispiel im Panel B.1: Hotspot: Bauen in Bogenhausen, welcher von Herrn Claus Kiermeir moderiert wurde.
Hier diskutierten, Dr. Michael Birnbaum (Geschäftsführer der KanAm International GmbH, München), Jost Paffrath, (Vice President, Business Development Scout24 Gruppe, Berlin), Angelika Pilz-Strasser, (Vorsitzende Bezirksausschuss 13,Bogenhausen) sowie Natalie Schaller (Konsortium Prinz-Eugen-Park, München)
Man räumte ein, dass zum Beispiel bei der Bebauung der Prinz-Eugen-Kaserne Fehler in der infrastrukturellen Planung gemacht wurden. Zum Beispiel beim Verkehrskonzept. Denn die Trambahn welche für das Projekt umgesetzt und realisiert wurde ist bereits heute voll ausgelastet. Es fehlen ca. 220 Kinderbetreuungsplätze. Herr Dr. Birnbaum ermahnte, dass man bei Wohnbau-Projekten unbedingt darauf achten müsse auch Gewerbe vernünftig einzubinden. Denn nur allzu schnell laufe man Gefahr, dass in einer einst grünen Wohngegend nun Wohngettos entstehen. Der Mehrwert für künftige Bewohner sei nicht gegeben, wenn diese Hauptsächlich zur Arbeit pendeln, zum Einkaufen in die Stadt und für Restaurantbesuche ebenfalls vom Auto abhängig sind. Die Belastung ginge auch zu lasten der Menschen welche bereits in Bogenhausen und der Umgebung wohnen. Frau Pilz-Strasser lobte die Entwicklung und Bemühungen des Konsortiums Prinz-Eugen-Park und die genossenschaftlichen Projekte. Es sei berücksichtig worden EG-Flächen dem Gewerbe zuzuordnen. Frau Schaller berichtete über die Herausforderungen genossenschaftlichen Bauens und über die Struktur von Quartiersgenossenschaften. (Gemeinschaftsräume, Gästeappartments, Co-Working-Spaces und über die Drehscheibe Genossenschaft „aus dem Quartier und für das Quartier“
Bis auf Herrn Pfaffraht waren sich die Teilnehmer einig, dass die Preise weiter einen Aufwärtstrend verzeichnen werden. Der Vice President der Scout24 Gruppe prognostiziert für München langfristig einen Seitwärtstrend bei Bestandswohnungen und Wohnungsangeboten im Umland.
In einem weiteren Panel diskutierten Michael Ries (Pantera), Benjamin Röber-Rathay (International Campus), Norbert Verbücheln (Mr. Lodge) und Ingo Wachendorfer (Studentenwerk München) über Formen des temporären Wohnens.
Es wurde über die Umsetzungen der Münchner Mischung bei Neubauquartieren gesprochen. Umsetzung der Münchner Mischung wäre Miete 77%, Eigentum 33%, Gefördert 50% (30% einkommensorientierte Förderung untere Einkommen, 20% Münchner Modell für mittlere Einkomen, Freifinanziert 50%.
Dr. Konstantin Kortmann(Head of Residential Investment JLL Germany, Frankfurt am Main), präsentierte in seinem Vortrag Zahlen zu Markt und Trends. Demographie und Wirtschaft.
So sprach er über das anhaltende Bevölkerungswachstum, Wohnungsbestand und Leerstandsquoten in München. Insgesamt kann festgehalten werden, dass die Bautätigkeiten steigen und der Bedarf ungedeckt bleibt. Somit auch die Preisentwicklung weiter nach oben zieht. Laut JLL gibt es aber erstmals einen leichten Rückgang der Angebotsmieten in München zu verzeichnen. (München, Juni 2018)